Betreuungs- und Entlastungsleistungen

Nach § 45 b SGB (Sozialgesetzbuch) XI hat der Gesetzgeber für alle Pflegegrade 125 € pro Monat für zusätzliche Betreuungs- und Entlastungsleistungen sichergestellt. Mit diesen Leistungen sollen pflegende Angehörige entlastet werden, zum Beispiel damit diese einmal in der Woche zum Sport gehen können. 

Die Umsetzung kann individuell sehr unterschiedlich aussehen. Hier ein paar Beispiele:

  • Spazieren gehen mit dem Klienten
  • Gemeinsam Zeitung lesen
  • Mit dem Klienten zusammen z. B. Wäsche falten 
  • Mit dem Klienten zusammen einkaufen gehen. 
  • Betreuungsleistungen nach § 45a SBG XI

Der oben genannte Betrag ist an die Leistung zweckgebunden. Eine Auszahlung über die Pflegekassen ist daher nicht möglich. Sollten Sie die Leistungen in einem Kalenderjahr nicht einfordern, kann der nichtgenutzte Betrag bis zum 30. Juni des Folgejahres aufgebraucht werden. Erst dann würde der nichtgenutzte Betrag des Vorjahrs verfallen. 

Dieser Betrag kann beim Besuch einer Tages- bzw. Nachtpflege zur Mitfinanzierung genutzt werden. Aber auch bei einer vorübergehenden vollstationären Kurzzeitpflege dient der Entlastungsbetrag der Mitfinanzierung. 

Bei Klientinnen und Klienten mit einem Pflegegrad von 2 bis 5 ist es nicht möglich, diesen Betrag mit Leistungen der Selbstversorgung (Grundpflege) zu kombinieren. 

Weitere Informationen: www.pflegestaerkungsgesetz.de/finanzielle-leistungen/zusaetzliche-betreuungs-und-entlastungsleistungen-entlastungsbetrag